Predigt am 7 März 2021

Das Gleichnis vom Hausbau

„Wer diese meine Worte hört und sie befolgt, ist wie ein kluger Mann, als er sein Haus baute: Er errichtete es auf felsigem Boden. Dann kam ein Wolkenbruch. Die Flüsse traten über die Ufer, die Stürme tobten und rüttelten an dem Haus. Doch es stürzte nicht ein – denn es war auf Fels gebaut. Wer diese meine Worte hört und sie nicht befolgt, ist wie ein dummer Mann, der sein Haus baute: Er errichtete es auf sandigem Boden. Dann kam ein Wolkenbruch. Die Flüsse traten über die Ufer, die Stürme tobten und prallten gegen das Haus. Da stürzte es ein – es fiel völlig in sich zusammen.“   

 So beendete Jesus seine Verkündigung. Die Volksmenge war entsetzt über seine Lehre. Denn an seiner Lehre erkannten sie, dass Gott ihm Vollmacht dazu gegeben hatte – ganz anders als bei den Schriftgelehrten.

Liebe Gemeinde,

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Auszeit-Andacht am 02. März

Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra hieß und die andere Pua: Wenn ihr den hebräischen Frauen helft, dann seht auf das Geschlecht. Wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist´s aber eine Tochter, so lasst sie leben. Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben. Da rief der König von Ägypten die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasst? Die Hebammen antworteten dem Pharao: Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind kräftige Frauen. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren. Darum tat Gott den Hebammen Gutes.         ( 2. Mose 1, 15-20)

Liebe Auszeit – Menschen,

„Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasst?“ Was für eine Frage, die der ägyptische Pharao den beiden hebräischen Hebammen Pua und Schifra stellt. Wer käme auf die Idee, kleine Kinder zu töten – noch dazu als Hebamme? Es ist doch ihre ureigene Aufgabe, Mutter und Kind dabei zu helfen, die Geburt so sicher wie möglich zu überstehen. Sie zieht das Neugeborene ans Licht der Welt. Sie legt es der Mutter an die Brust, damit es lebt! Damit es eine Zukunft hat,  damit es wächst und gedeiht. Wie könnte eine Hebamme – ganz egal ob ägyptisch oder hebräisch – also anders handeln, als die Kinder leben zu lassen, denen sie auf die Welt geholfen hat? Leider zeigt die Realität, dass moralische Grundfesten allzu leicht ausgehebelt werden können. Unfassbar schreckliche Beispiele kennen wir aus unserer eigenen Geschichte. Nie haben Hebammen bei uns mehr Achtung erfahren als in Nazi-deutschland, wo sie oft zu Handlangerinnen der „Selektion“ gemacht wurden.

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Predigt am 28. März

Das Lied vom unfruchtbaren Weinberg   ( Jesaja 5, 1-7)

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber brachte schlechte.

Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.

Des Herrn Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

Liebe Gemeinde,

ich erinnere mich noch an ein Lied, nach dem wir damals vor vielen Jahren in der Tanzschule den langsamen Walzer lernten. Der Titel hieß: „Musst du jetzt gerade gehen, Lucille?“ In diesem traurigen Lied bringt der Sänger seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass seine Frau ihn verlassen will. „Unsere Kinder sind krank und die Schulden so viel. Du hast geschworen, du bist die Frau, die das Leben mit mir teilen will. Musst du jetzt gerade gehen, Lucille?“

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Predigt am 21. Februar

Als Jesus das gesagt hatte, war er im Innersten tief erschüttert. Er erklärte ihnen: „Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich den jüdischen Behörden ausliefern.“ Da sahen sich die Jünger ratlos an und fragten sich: „Von wem spricht er?“ Einer von seinen Jüngern, den Jesus besonders liebte, lag bei Tisch an der rechten Seite von Jesus. Ihm gab Simon Petrus ein Zeichen. Er sollte fragen, von wem Jesus wohl gesprochen hatte. Der Jünger lehnte sich zu Jesus hinüber und fragte ihn direkt: „Herr, wer ist es?“ Jesus antwortete: „Es ist der, für den ich ein Stück Brot in die Schüssel tauche und dem ich es gebe.“ Er nahm ein Stück Brot, tauchte es ein und gab es Judas, dem Sohn von Simon Iskariot. Sobald Judas das Brot genommen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm. Da sagte Jesus zu ihm: „Was du tun willst, das tue bald!“ Von den anderen am Tisch verstand keiner, warum Jesus das zu Judas sagte. Weil Judas die Kasse führte, dachten einige: Jesus hat zu ihm gesagt: „Kauf ein, was wir für das Fest brauchen.“ Oder: Jesus hat ihm aufgetragen, den Armen etwas zu geben. Als Judas das Stück Brot gegessen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.         (Joh.13, 21-30)

Liebe Gemeinde,

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Predigt am 14. Februar 2021

„Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst es nicht wissen?“  Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der Herr Wohlgefallen hat? Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast. Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.    ( Jesaja 58, 3 – 9)


Liebe Gemeinde,

in der nächsten Woche beginnt die Fastenzeit vor Karfreitag und Ostern. Wir denken an den Weg Jesu, der ihn zum Tod am Kreuz führte. Die Alte Kirche legte diese Fastenzeit fest, damit die Gläubigen Jesus nahe sein konnten in seinem Leid, indem sie Leid am eigenen Körper erfuhren, und ihre Sinne, Gedanken und ihr Herz ganz auf Jesus und seinen schweren Weg ausrichten konnten. Aber schon vor Jesus fasteten Menschen und auch heute gibt es viele, die aus ganz unterschiedlichen Gründen fasten.

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Predigt am 07. Feburar 2021

Eine große Volksmenge versammelte sich um Jesus und aus allen Orten strömten die Leute zu ihm. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis: „Ein Bauer ging aufs Feld, um seine Saat auszusäen. Während er die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Die Körner wurden zertreten und die Vögel pickten sie auf. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden. Die Körner gingen auf und vertrockneten sofort wieder, weil sie keine Feuchtigkeit hatten. Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln gingen mit auf und erstickten die junge Saat. Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden. Die Körner gingen auf und brachten sofort hundertfache Frucht.“ Als er das sagte, rief er: „Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.“ (Lk.8, 4-8)

Liebe Gemeinde,

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Auszeit-Andacht 03. Februar 2021

Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Mund geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.                                                Jesaja 55, 10+11

Liebe Auszeit-Menschen,

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