Entfall aller Veranstaltungen bis auf Weiteres

Liebe Gemeinde, wegen der Pandemielage sagen wir alle Gottesdienste und Veranstaltungen bis auf Weiteres ab. Wir wünschen allen eine gesegnete Zeit und freuen uns darauf, uns hoffentlich bald wieder sehen zu können.

Predigt am 11. April 2021

Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer.   (Johannes 21, 4)

Liebe Gemeinde,

dieses Wort – ein einfacher Hinweis, so scheint es, und es braucht den Zusammenhang, um zu verstehen, warum der Satz Bedeutung hat. Aber vielleicht ahnen Sie, dass mehr dahinter ist, als die einzelnen Wörter sagen. So ist es mit der ganzen Geschichte überhaupt. Hinter dem, was im Vordergrund erzählt wird, scheint anderes durch. Erste Erfahrungen der jungen Christenheit werden sichtbar, Schicksale von Menschen zeichnen sich ab, Mühsal und Vergeblichkeit tauchen wie dunkle Schatten auf, Sehnsucht und Hoffnung, Fragen und Verstummen gibt es – und Antwort auch. Antwort der Zuversicht und des Trostes, des Nachhause-kommens – so eben, wie der Satz klingt nach vergeblicher Nacht: „Als es schon Morgen war, stand Jesus am Ufer.“ Sie können die Geschichte in Johannes 21, 1-14 nachlesen.

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Ostersonntag Predigt 2021

Der Herr ist auferstanden!  Er ist wahrhaftig auferstanden!

Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem Herrn und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? Haben wir dir´s nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.

Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein.                ( 2. Mose 14, 10-14)

Liebe Gemeinde,

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Karfreitag Predigt 2021

Das stellvertretende Leiden und die Herrlichkeit des Knechtes Gottes

Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. (Jesaja 53, 3-7+11)

Liebe Gemeinde,

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Auszeit-Andacht am 31. März 2021

Die große Freiheit

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.      (Markus 16, 1-4)

Liebe Auszeit-Menschen!

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Predigt am 28. März 2021

Mahnung, den Glauben nicht aufzugeben

Wir sind also förmlich umgeben von einer riesigen Wolke von Zeugen. Darum lasst uns alle Last abwerfen, besonders die der Sünde, in die wir uns so leicht verstricken. Dann können wir mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt. Dabei wollen wir den Blick auf Jesus richten. Er hat uns zum Glauben geführt und wird ihn auch vollenden. Er hat das Kreuz ausgehalten und der Schande keine Beachtung geschenkt. Denn auf ihn wartete die große Freude, an der rechten Seite von Gottes Thron zu sitzen. Denkt doch nur daran, wie geduldig er die Anfeindungen von schuldbeladenen Menschen ertragen hat. Dann werdet ihr nicht müde werden und nicht den Mut verlieren.   ( Hebräer 12, 1-3)

Liebe Gemeinde,

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Auszeit-Andacht am 24. März 2021

Richtungswechsel

Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und der Engel des Herrn trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. Und die Eselin sah den Engel des Herrn auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Da trat der Engel des Herrn auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin den Engel des Herrn sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr. Da ging der Engel des Herrn weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des Herrn sah, fiel sie auf die Knie unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams und er schlug die Eselin mit dem Stecken. Da tat der Herr der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben? Er sprach: Nein. Da öffnete der Herr dem Bileam die Augen, dass er den Engel des Herrn auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. Und der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen, denn der Weg vor mir führt ins Verderben.  ( 4. Mose 22, 21-32)

Liebe Auszeit – Menschen,

eine schöne Geschichte von Bileam und seiner Eselin. Es würde sich lohnen, die ganze Geschichte in der Bibel nachzulesen im 4. Buch Mose 22 – 24. Manchmal bräuchte jeder von uns solch eine Eselin, die mehr sieht als man selbst und einen warnen kann, wenn man im Begriff ist, eine große Dummheit zu begehen oder gar in sein eigenes Verderben zu rennen. Wenn ich überlege, dann war es in meinem Leben meistens meine Mutter, die mich vor Fehlern gewarnt hat, aber ich habe selten auf sie gehört, bin fast immer meine eigenen Wege gegangen und habe dann aus den Fehlern gelernt. Im Rückblick erkenne ich, dass sie meistens Recht hatte.

Wie wäre das? Wichtige Leute kommen auf mich zu, bieten mir einen sehr gut bezahlten Job an, tolle Zukunftsperspektiven … Wie lange würde ich überlegen. Ich kann zwar nicht alles mit meinem Gewissen vereinbaren, aber es muss ja auch nicht für immer sein.

Der Prophet Bileam ist nicht leicht verführbar. Als König Balak ihm das verlockende Angebot macht, sagt er erst einmal Nein. Der König will, dass er das Volk Israel verflucht, aber Gott will das nicht. Aber dann kommt ein noch besseres Angebot. Wieder versucht Bileam auf Gottes Stimme zu hören. Dieses Mal ist die Antwort positiv: „Zieh erst mal los, aber sprich nur, was ich dir sagen werde.“ Auf Gott hören, das wird er schon, er ist ja ein frommer Mann, auch wenn er in Balaks Diensten steht. Aber dann, was treibt seine Eselin da bloß, warum ist sie so störrisch? Natürlich zwingt er sie auf den Weg zurück.

Wer täte das nicht? Wenn ich einen wichtigen Auftrag erledigen muss und der Zug fällt aus, dann nehme ich ein Taxi. Oder wenn Mitarbeiter nicht mitmachen wollen, dann werde ich eben etwas energischer, übe Druck aus. Ich will und muss es schaffen und mein Ziel erreichen!

Aber Bileam schafft es nicht. Es wird ihm auch noch der Fuß eingeklemmt und schließlich bricht die Eselin unter seinen wütenden Stockschlägen ganz zusammen. Und auf einmal kann Bileam hören, was seine treue Eselin ihm zu sagen hat. Sie antwortet ihm nicht nur auf seine ungerechtfertigten Vorwürfe, sondern öffnet ihm die Augen für das drohende Verderben.

Manchmal muss ich auch lernen, dass ich nicht alles in der Hand habe, dass etwas schiefgehen kann, dass ich nicht alles erreichen kann. Mag sein, dass sich mein Blick dann öffnet für Menschen, die solche Erfahrungen kennen, dass nicht alles glatt läuft im Leben, oder dass ich bereit bin, auf kritische Stimmen zu hören.

Bileam muss diese Erfahrung machen, dass er so nicht weitergehen kann. Er muss lernen, auf Gott zu hören, ihn mehr zu fürchten als Menschen. Nun sind seine Ohren feiner für Gottes Wort. Er wird das Volk Israel, das eine neue Heimat sucht, nicht verfluchen, wie Balak es gern hätte, sondern segnen.

Mancher Spielraum tut sich wohl erst in der Krise auf. Erst wenn der eigene Wille – mag er noch so peitschen – nicht weiterkommt, kann sich der Horizont auftun für den ganz anderen Willen Gottes. Der Gott, von dem wir uns immer wünschen, er möge uns bewahren vor allem Übel, kann uns auch im Übel begegnen, um uns die Augen zu öffnen.

Es gibt ein schönes Lied, das zu dieser Geschichte passt.

Vielleicht mögen Sie mit einstimmen:

EG 600

  1. Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht

bringe ich vor dich.

Wandle sie in Weite: Herr, erbarme dich.

2. Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt,

bringe ich vor dich.

Wandle sie in Stärke: Herr, erbarme dich.

3. Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit

bringe ich vor dich.

Wandle sie in Wärme: Herr erbarme dich.

4. Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit

bringe ich vor dich.

Wandle sie in Heimat: Herr, erbarme dich.

Predigt am 21. März

Alle meine Getreuen verabscheuen mich, und die ich lieb hatte, haben sich gegen mich gewandt. Mein Gebein hängt nur noch an Haut und Fleisch, und nur das nackte Leben brachte ich davon. Erbarmt euch über mich, erbarmt euch, ihr meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich getroffen! Warum verfolgt ihr mich wie Gott und könnt nicht satt werden von meinem Fleisch? Ach dass meine Reden aufgeschrieben würden! Ach dass sie aufgezeichnet würden als Inschrift mit einem eisernen Griffel und mit Blei für immer in einen Felsen gehauen!

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne meine Fleisch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.                     ( Hiob 19, 19 – 27)

Liebe Gemeinde,

ein kleiner, dunkler, aber gemütlicher Raum. Das Fenster eröffnet den Blick auf den überfrorenen Garten, in dem hohe Bäume ihre kahlen Äste dem Himmel entgegenstrecken. Vor dem Fenster steht ein schwerer Schreibtisch aus dunklem Holz, dahinter ein alter Stuhl mit zerschlissenem Polster. Mitten auf dem Schreibtisch liegt ein aufgeschlagenes Tagebuch. Durch das offene Fenster weht ein kalter Wind und blättert einzelne Seiten um:

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Auszeit-Andacht 10. März

Dir zuliebe?

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern,

sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles,

sie hofft alles, sie duldet alles. (1. Kor 13,4-7)

In einem Lied der Wise Guys heißt es: „Ich hab nur für dich mit dem Joggen angefangen. Ich lief nur für dich stundenlang durch diesen Park. Ich aß nur für dich fettreduzierten Früchtequark…“

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